Climate Change & System Change bei FFF

Die KlimaKatastrope ist eine ernsthafte Bedrohung. Es gibt allen Grund massenhaft auf die Straße zu gehen und zu streiken um die Klimakatastophe abzuwenden. Deswegen begrüßen wir FFF.

Allerdings haben wir hier auch Bedenken, wenn wir uns die Forderungen der Bewegung anschauen. Wenn wir effektiv etwas dagegen unternehmen wollen, bedarf es einer ernsthaften Analyse der Ursachen und wirksamen Schritte diesen zu begegnen.

Diese finden wir nicht bei denen, die diese verursacht haben und aus Climate Change neue Geschäftsfelder generieren. Die UN Climate Summits sind getragen von diesen Interessen.

Wir sind schlecht beraten, wenn wir deren Analysen und Verfahren zur Bewältigung der Klimakatastrophe übernehmen. Dann machen wir unsere Bewegung zu Fußsoldaten für deren Ziele und der Schutz von Mutter Erde wird verfehlt.

Alles kommt darauf an, daß die beteiligten Aktivisten die Forderungen diskutieren und selbst bestimmen und in demokratischen Verfahren die Bewegung von unten aufbauen.

Es wird hier bezug genommen auf den „Entwurf des Grundsatzpapiers von Fridays for Future“. Die hier vorgetragenen Argumente eines Erwachsenen wollten die FFF Schüler aus Frankfurt jedoch nicht hören, weil sie angeblich ohne Erwachsene ganz selbstbestimmt ihre Forderungen entwickeln.
Wenn die Endversion des Grundsatzpapiers die Grundsatzforderung Nr.6 nicht mehr enthalten sollte, wäre das erfreulich. Vermutlich ist das jedoch nicht der Fall, weil die Spitze der Bewegung Greta Thunberg etwas ähnliches gefordert hat.

Daß den Schülern die Global Warming Theorien wie selbstverstandlich erscheinen, liegt daran, daß die ach so schwache UN und IPCC, die jetzt angeblich der Hilfe der Schüler bedürfen, damit ihre Ziele durchgesetzt werden, schon seit vielen Jahren den Schulen der Welt vorschreiben konnte, was in den Lehrplänen zu stehen hat und so die Global Warming Theorien schon lange fester Bestandteil der Lehrpläne sind und die staatlichen Schulen die Schüler verpflichtet haben, diese Theorien „zu lernen“.

Allerdings gehen die Schüler darüber hinaus. Besonderes Augenmerk verdient hier die Grundsatzforderung Nr.6

„Wir fordern eine umfassende Treibhausgas-Bepreisung für alle wirtschaftlichen Sektoren.
Die Festlegung der Preise muß sich an der Einhaltung der 1,5° Grenze orientieren.“

Als ob die Bepreisung von Carbon -Emmissions und der Handel damit, die bisher auf die Energieproduktion und Schwerindustrie angewendet wurde- also auf die Bereiche, die Emmisionen produzieren und dessen Scheitern schon bewiesen wurde, nicht genug wäre, fordern die Schüler die Bepreisung aller wirtschaftlichen Sektoren.
Beim alternativen Klimagipfel 2010 in Cochabamba (Bolivien) wurde das Konzept der Bepreisung der Carbon Emissionen bereits kritisiert und dessen Scheitern festgestellt:
Man kann den CO2 Kreislauf der Erde nicht zu einer Ware machen:

“ 2004 wurde in der Durban Declaration, die von hunderten von sozialen Organisationen, unabhängigen Wissenschaftlern und Umweltaktivisten unterzeichnet wurde, festgestellt: ‚die Geschichte wurde Zeuge, wie das Land, die Ernährung, die Arbeit, die Wälder, Wasser, Gene und Ideen zur Ware gemacht wurden. Der Handel mit Carbon tritt in die Fußstapfen dieser Geschichte und verwandelt die Carbon-Kreislauf-Kapazität der Erde in eine Ware, die auf den internationalen Märkten gekauft und verkauft wird. In dem Prozeß der Erschaffung dieser neuen Ware fällt Carbon, die Fähigkeit und das Vermögen der Erde das Klima zur Bewahrung des Lebens und der Menschen aufrecht zu erhalten in die Hände derselben Unternehmen, die das Klima zerstören‘.

Aus der Working Group Carbon Market Dangers
Alternativer Klimagipfel in Bolivien 2010

Die Präsidenten der ALBA-TCP haben bei ihrem siebten Summit 2009 in Bolivien die “Special Declaration on Climate Change“ angenommen. Darin heißt es:

“man muß sich daran erinnern, daß das Vertrauen in Märkte, auf das als Quelle neuer Finanzierung gebaut werden soll, um den Climate Change abzuwenden, zu der Zerstörung des Lebens von Millionen geführt hat und ihr Scheitern bewiesen hat. “

Aus der Working Group Carbon Market Dangers

(siehe auch „Grüner Imperialismus“ https://regenbogen-krieger.net/2019/03/13/gruner-imperialismus/)

Die Schüler kommen nicht auf die Idee, daß der Weg, die Carbon-Emissionen in eine Ware zu verwandeln, womit ein neuer Markt und eine neue Profitmaschine geschaffen wurde, der Grund sein könnte, warum die Emissionen nicht gesenkt wurden. Das wurde in den Schulen auch nicht gelehrt. Im Gegenteil:
Nichts anderes als die unbedingte und kompromißlose Reduzierung der CO2 Emissionen im Kopf, fordern sie ganz „radikal“ diese Methode der Carbon- Bepreisung auf alle Wirtschaftssektoren auszuweiten – nach dem Motto, je mehr um so besser und merken nicht, welchem natur -und menschenfeindlichen Gesellschaftssystem sie hier des Wort reden.
Ähnliches hatte auch schon die 15-jährige Greta Tomberg gefordert.
https://www.fridaysforfuture.org/#greta_speech_jan25_2019
https://www.youtube.com/watch?time_continue=356&v=zrF1THd4bUM
Greta Thunberg „Our House is on Fire“ 2019 World Economic Forum (WEF) in Davos

„No other current challenge can match the importance of establishing a wide public awareness and understanding of our rapidly disappearing carbon budgets that should and must become a new global currency in the very heart of future and present economics……..
We must change almost everything in our current societies.“

Weiß das Kind überhaupt wovon sie spricht, wenn sie von einer „new global currency “ redet?
Bei einer Treibhausgas-Bepreisung aller Wirtschaftsbereiche würden sämtliche Preise dann zunehmend nicht mehr über den Markt festgelegt, wie das im bisherigen Kapitalismus üblich ist, sondern immer mehr von einer überstaatlichen Instanz mittels CO2 Äquivalenten, für deren Werbestimmung das IPCC zuständig ist, global festgelegt werden. (Bei den Treibhauspotenzialen fällt auf, daß Radioaktivität nicht auf der Liste der zu vermeidenden Stoffe steht, genausowenig wie Aluminium, Strontium und Barium, was deutlich macht, daß das IPCC Atomkraft und Geoengineering nicht für schädlich hält und nicht reduzieren will.)

Immer deutlicher wird, daß es nicht um Klimaschutz geht, sondern daß hier ein neues globales, staatlich gelenktes Wirtschaftssystem eingeführt werden soll.

Man kann nur erahnen, wo die Reise hingeht und welches Gesellschaftssystem mit der globalen carbon Currency eingeführt werden soll.

Eins sollte jedoch klar sein: Nicht jede Kapitalismuskritik führt zu einer Verbesserung. Denn die Globalisten wollen selbst den Kapitalismus überwinden, aber mit einem völlig, den gängigen Vorstellungen entgegegesetzten Ziel, nämlich die Ausbeutung zu verschärfen und eine neue Form der Versklavung einzuführen.

„On the world horizon looms a new global currency that could replace all paper currencies and the economic system upon which they are based.
„The new currency, simply called Carbon Currency, is designed to support a revolutionary new economic system based on energy (production, and consumption), instead of price. Our current price-based economic system and its related currencies that have supported capitalism, socialism, fascism and communism, is being herded to the slaughterhouse in order to make way for a new carbon-based world. …..
Unfortunately for individual people living in this new system, it will also require authoritarian and centralized control over all aspects of life, from cradle to grave. 
What is Carbon Currency and how does it work? In a nutshell, Carbon Currency will be based on the regular allocation of available energy to the people of the world. …“
Sounds very modern in concept, doesn’t it? In fact, these ideas date back to the 1930’s when hundreds of thousands of U.S. citizens were embracing a new political ideology called Technocracy and the promise it held for a better life.“
https://canadafreepress.com/article/carbon-currency-a-new-beginning-for-technocracy

Daß es bei der „globalen Revolution“ über die Klimagipfel um die Einführung einer technokratischen Diktatur geht, wurde an Hand der Agenda21 nachgewiesen: https://occupyfrankfurt.net/2019/01/17/global-warming-technokratischer-faschismus/

Allzu deutlich entpuppen sich die angeblichen Forderungen der Schüler als die Forderung der UN-Strategen, die ihre Ziele nicht offen diskutieren wollen und sich hinter den Schülern, die kompromiß- und bedingungslos die Reduktion der CO² Emissionen fordern, verstecken. Als ob die Schüler von sich aus auf die CO2 Äquivalente und auf eine Global Currency gekommen wären.

Wenn die AG Positionspapier von Fridays for Future Deutschland hier ein Copyright an diesen Forderungen geltend macht und damit unterstreichen will, daß diese Forderungen ganz allein von den Schülern von Fridays for Future stammen, beweisen sie damit nur, wie sehr sie sich die Forderungen der UN und des IPCC, schon zu eigen gemacht haben.

Daß es bei den Global warming Theorien nicht um Klimaschutz sondern um ein neues globales Gesellschaftssystem geht, wurde ganz zu Beginn von den Initiatoren der UN-Klima Gipfel ausgesprochen.
Die Global warming Theorien waren ursprünglich in den Kreisen der Rockefellers in den frühen 70iger Jahren entwickelt worden. Gleichzeitig finanzierte die Rockefeller Gruppe den „Cub of Rome“ , das „Aspen Institute“, das „Worldwatch Institute“ und den „MIT Limits to Growth report“…
Mit dem Titel seines Buches „The First Global Revolution“ machte der Co- founder des Club of Rome, Dr. Alexander King, deutlich, worum es dabei ging: Nicht um den Umweltschutz, sondern um eine weltweite Veränderung der Gesellschaften, die Erste Globale Revolution:
Die Machtelite initiiert eine globale Revolution für ihre eigenen Interessen. Um die dafür notwendige Massenbewegung aufzubauen, bedarf es eines allgemeinen globalen Ziels, hinter dem sich weltweit die Massen vereinigen sollen. Dies kann kein positives Ziel sein, weil die Interessen der Machtelite und die der Massen gegensätzlich sind. Eine Einheit kann nur negativ gegen einen gemeinsamen Feind hergestellt werden.

https://ia800202.us.archive.org/33/items/TheFirstGlobalRevolution/TheFirstGlobalRevolution.pdf

Die Klimakatastrophe ist der gemeinsame Feind, gegen den sich die Menschen weltweit erheben sollen, ohne zu wissen, worum es in Wirklichkeit geht.
Global Warming ist das Manipulationstheorem, mit dem die Massen hinter den Karren der Machtelite gespannt werden sollen.
Die Schüler sollen in diesem orchstrierten Unterfangen zu Durchsetzungsagenten der UN-Ziele gemacht werden. Es wird Angst vor der Klimakatastrophe geschürt und die Ursache dafür verschleiert, damit sie sich für Ziele, die nicht ihre eigenen sind, engagieren.
Dies ist eine global inszenierte Kampagne. Oder glaubt irgend jemand mit nur ein bißchen Erfahrung beim Aufbau von politischen Bewegungen, daß sich eine spontane weltweite Bewegung quasi aus dem Nichts innerhalb von wenigen Wochen global organisiert?

Bei einer spontanen Bewegung, die sich von unten organisiert, fängt die Organisierung lokal mit demokratischen Versammlungen an, aus der sich Forderungen entwickeln, die von Anfang an von den Aktivisten getragen werden und dann auf den jeweils höheren Ebenen abgestimmt werden. Eine selbstbestimmte Bewegung wächst von unten und verallgemeinert sich nach ober über demokratische Prozesse. Dies ist hier jedoch nicht der Fall. Die Forderungen kommen von oben und werden nach unten durchgereicht. Demokratische Diskussionen der Forderungen gibt es nicht.

So hat eine AG Positionspapier Deutschland einen Entwurf für Grundsatzforderungen gemacht, der am 8.3. in Frakfurt an die lokalen Gruppen verteilt wurde und die örtlichen Aktivisten hatten nur bis zum 12.3. -Zeit, ihre Eingaben zu machen, die die Deutschland Gruppe dann in das Programm einarbeiten will oder auch nicht.

D.h. es gibt keine Diskussion in den lokalen Gruppen. Die Forderungen werden auf nationaler Ebene bestimmt. Es gibt keine demokratische Wahl der AG-Positionspapier. Das hat mit einem demokratischen Prozeß nichts zu tun.

Die nationale Gruppe hat sich wiederum an den globalen Forderungen der 15-jährigen Greta zu orientieren. Diese „Führerin“ verdankt sich auch nicht einer demokratischen Wahl von unten, sondern der Wahl durch die Organisatoren des Globalen Klimagipfels COP 24 in Katowice (Polen) 2018 und des World Economic Forum in Paris, wo sie Reden halten durfte. Die wirtschaftliche globale Machtelite hat diese „Führerin“ gekürt und bekannt gemacht.

Als Träger für eine globale Kampagne eignen sich Schüler besonders gut, da unter dem Primat der Selbstbestimmung deren Unerfahrenheit und jugendliches Engagement gegen die Erwachsenen in Anschlag gebracht werden und damit das Lernen von der Kapitalismuskritik von Erwachsenen und aller bisherigen Umweltbewegungen von vornherein unterbunden werden kann. Will man hier mit dem Jugendkult und der Hofierung der Schüler als den neuen Weisen, die es angeblich besser wissen als alle Erwachsenen, eine ganze Generation von dem Erfahrungsschatz der Älteren abschneiden?

Wir dürfen nicht auf die Ideologien der Machtelite hereinfallen und ohne nachzudenken ihren Forderungen folgen. Es geht ihnen nicht um Umwelt -und Klimaschutz, sonderm um die Erweiterung ihrer Ausbeutung bis in die letzen Ecken des Planeten, und um eine neue Form der Absicherung ihrer Macht und des Ausbeutungssystems.

Zur Diskussion über diese Fragen kommt zu der Veranstaltung am Di 19.3.2019
18:00 im DGB Jugendclub

                                                          


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